Ich interessiere mich für das urbane Umfeld als einem Phänomen,
das im Grunde das Produkt sozialen Erlebens ist. Die Existenz gleich welcher Stadt wurzelt in grundlegenden menschlichen Bedürfnissen
– es warm haben zu wollen, sicher sein zu wollen und sich als Teil der eigenen Gemeinschaft wahrnehmen zu wollen. Heutzutage haben sich diese Städte allerdings in unermessliche Anhäufungen verwandelt, deren soziale und folglich auch deren architektonische Konstrukte den darin lebenden Menschen nicht nur Obdach und Sicherheit bieten, sondern auch Störung, Entfremdung und Einsamkeit.→ Die Serien ‹L.S.D.›, ‹Home Sweet Home›, ‹Half Life›, ‹Lost: Paris› sind sowohl dokumentarische als auch autobiografische Psychogeografien, basierend auf der Untersuchung komplizierter Bindungen zwischen menschlichen Wesen und deren physischer Umwelt. Ich habe entdeckt, dass das Gefühl, verloren zu sein, eine allgemeingültige Beschreibung zu sein scheint, für die heutige menschliche Existenz in den selbst-geschaffenen städtischen Umwelten. → Ich versuche mit meinen Arbeiten nicht, ein ganz bestimmtes Ereignis an einem bestimmten Ort und zu einer bestimmten Zeit wieder zu geben. In meiner Praxis geht es ausdrücklich um die Suche nach neuen Methoden für ein Begreifen des urbanen Umfeldes. [...]
