PAULA MUHR

Paula Muhr, 1977 in Subotica, Serbien, geboren, lebt und arbeitet als freie Fotografin in Berlin, Deutschland. Sie erhielt ihren Master of Arts an der Kunsthochschule Belgrad, und studierte Literatur an der Philologischen Fakultät in Belgrad, Serbien. 2009 absolvierte sie ein Studienprogramm für höhere Semester an der Akademie für visuelle Kunst in Leipzig, Deutschland. Ihre jüngsten Einzelausstellungen waren Highest Common Factor im Centre national de l’audiovisuel in Luxemburg (2009), Etat normal in der Delikatessenhaus Galerie in Leipzig (2009) und Golden Boys im Kunstverein Leipzig (2008). Ihre Arbeiten fanden Eingang in eine Reihe von Gruppenausstellungen. Unter anderem erhielt sie den ersten Preis des internationalen Foto-Wettbewerbs ‹Trust me› innerhalb der F/Stop, des ersten internationalen der Fotofestivals in Leipzig, Deutschland, und die Mangelos Produktionsförderung.

www.paulamuhr.de

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Abstract

Für meine Arbeit verwende ich hauptsächlich das Medium der Fotografie, als einem Mittel zur Erforschung sozio-kultureller Mechanismen und Strategien der Konstruktion von Sexualität, Gender, Sehnsucht und Normalität. Vor allem bin ich interessiert an der historischen und der gegenwärtigen Rolle der Fotografie und anderer ‹Linsen-basierender› Medien in der Konstruktion von Wissen und in der Schaffung von sozialen Normen, zu akzeptablem, oder wünschenswertem Erscheinungsbild und Verhalten.Das Konzept der Identität ist ein in meiner Arbeit immer wieder kehrendes Thema: Wie wird Identität konstruiert? Welche sozialen Mechanismen wirken in diesem Prozess? Wie einflussreich sind soziale Normen bei der Verfestigung der Kraft von Bildern im einzelnen Menschen? Welche taxonomischen Strategien und ideologischen Untermauerungen der gegenständlichen Systeme von, zum Beispiel, Literatur, Kunst, Werbung, Wissenschaft und Medizin sind hier am Wirken? Ich verwende Forschungsmethoden und installiere gestellte Fotografie zusammen mit gefundenen Materialien, Texten, Zitaten und Geräuschen. Was die filmischen Fundstücke betrifft, so versuche ich eine semantische Verschiebung zu bewirken, und die Autorität des ursprünglichen Zusammenhangs zu destabilisieren.

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Paula Muhr