Für meine Arbeit verwende ich hauptsächlich das Medium der Fotografie, als einem Mittel zur Erforschung sozio-kultureller Mechanismen und Strategien der Konstruktion von Sexualität, Gender, Sehnsucht und Normalität. → Vor allem bin ich interessiert an der historischen und der gegenwärtigen Rolle der Fotografie und anderer ‹Linsen-basierender› Medien in der Konstruktion von Wissen und in der Schaffung von sozialen Normen, zu akzeptablem, oder wünschenswertem Erscheinungsbild und Verhalten. → Das Konzept der Identität ist ein in meiner Arbeit immer wieder kehrendes Thema: Wie wird Identität konstruiert? Welche sozialen Mechanismen wirken in diesem Prozess? Wie einflussreich sind soziale Normen bei der Verfestigung der Kraft von Bildern im einzelnen Menschen? Welche taxonomischen Strategien und ideologischen Untermauerungen der gegenständlichen Systeme von, zum Beispiel, Literatur, Kunst, Werbung, Wissenschaft und Medizin sind hier am Wirken? → Ich verwende Forschungsmethoden und installiere gestellte Fotografie zusammen mit gefundenen Materialien, Texten, Zitaten und Geräuschen. Was die filmischen Fundstücke betrifft, so versuche ich eine semantische Verschiebung zu bewirken, und die Autorität des ursprünglichen Zusammenhangs zu destabilisieren.
