Das 34. Bielefelder Fotosymposium widmet sich unter dem Titel "Strukturen in der Fotografie. Strukturen des Tektonischen - Strukturen des Lebendigen" Bild und Begriff der Struktur in der Fotografie. Wurde der Strukturbegriff, der seinen diskursiven Höhepunkt mit dem Strukturalismus und dem Poststrukturalismus hatte, durch die performativen Ansätze in der Bild- und Kulturwissenschaft geraume Zeit vernachlässigt, dann erfährt er im Kontext diagrammatischer und morphologischer Fragestellungen derzeit wieder Diskussion. In unserem Zusammenhang soll er für das fotografische Bild neu erschlossen werden.
In der Geschichte der Fotografie spielt die Darstellung oder Repräsentation außerbildlicher Strukturen eine ebenso große Rolle wie die Erzeugung selbstreferentieller Bildstrukturen. Mit dem 34. Bielefelder Fotosymposium stehen dabei Strukturen des Tektonischen und Strukturen des Lebendigen im Vordergrund. Tektonische Strukturen in der Fotografie umfassen ein Bildspektrum, das von der Architekturfotografie bis hin zur Kristallografie und Petrografie reicht. Strukturen des Lebendigen in der Fotografie beziehen sich primär auf jene Bilder, die über die Darstellung bzw. Erzeugung organischer Prozesse und Zustände in Strukturen der Natur vorzudringen bzw. sie nachzuahmen suchen. Vielfach komplementär gedacht, unterliegt das Verhältnis beider Strukturen angesichts neuer bildgebender Verfahren und Entwurfstechniken, bspw. des Einsatzes generativer Algorithmen im architektonischen Entwurf, aktuell einem deutlichem Wandel, dem es im Rahmen des Symposiums nachzuspüren gilt.

Weitere Informationen zum Programm und zu den ReferentInnen folgen in Kürze. Weitere Informationen zum FSP Fotografie und Medien unter:
http://www.fh-bielefeld.de/fb1/ueber-uns/fsp-fotografie-und-medien